Tierschutz

Die Lebensräume seltener Tierarten, wie z.B. der Amphibien, fallen der immer weiter ausdehnenden "Zivilisation" zum Opfer und gehen damit für immer verloren.Jedes Jahr werden Tausende und Abertausende von Tieren durch den Straßenverkehr getötet, und unzählige Haustiere werden ausgesetzt, unsachgemäß gehalten und gequält, Millionen von Tieren werden in Tierversuchen z. T. unter unsäglichen Qualen "verbraucht". Aber auch die Zerstörung des Waldes, die Verschmutzung der Luft und der Gewässer dezimiert unsere Tierwelt und gefährdet deren Bestand.
AUS ALL DIESEN TATSACHEN ERGEBEN SICH DIE AUFGABEN DES TIERSCHUTZES!

Beispiele unserer Arbeit im Tierheim finden Sie unter "Über Uns" in der Navigation am oberen Bildrand.

Wahre Reue
Eine kleine Annekdote des deutschen Philosophen A. Schopenhauer:
Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass ein Engländer, der in Indien auf der Jagd einen Affen geschossen, den Blick, welchen dieser im Sterben auf ihn warf, nicht vergessen gekonnt und seitdem nie mehr auf Affen geschossen hat. Ebenso Wilhelm Harris, ein wahrer Nimrod, der, bloß um das Vergnügen der Jagd zu genießen, in den Jahren 1836 und 1837 tief in das innere Afrika reiste. In seiner 1838 zu Bombay erschienenen Reise erzählt er, dass, nachdem er den ersten Elefanten, welches ein weiblicher war, erlegt hatte und am folgenden Morgen das gefallene Tier aufsuchte, alle anderen Elefanten aus der Gegend entflohen waren: bloß das Junge des Gefallenen hatte die Nacht bei der toten Mutter zugebracht, kam jetzt, alle Furcht vergessend, den Jägern mit den lebhaftesten und deutlichsten Bezeugungen seines trostlosen Jammers entgegen und umschlang sie mit seinem kleinen Rüssel, um ihre Hülfe anzurufen. Da, sagt Harris, habe ihn eine wahre Reue über seine Tat ergriffen und sei ihm zumute gewesen, als hätte er einen Mord begangen.

Die tägliche Erpressung
"... falls Sie das Tier nicht sofort aufnehmen, muss ich es wohl doch aussetzen!"
Es hört sich unverständlich und nicht nachvollziehbar an, ein Tierhalter, der doch wahrscheinlich sein Tier irgendwann einmal geliebt hat und es nun, aus weichen Gründen auch immer, nicht mehr behalten kann oder will. Er ruft im Tierheim an, um die Abgabe seines Hausgenossen anzumelden, wird dort möglicherweise vertröstet, dass er es bitte erst bringen solle, wenn wieder ein wenig Platz im Tierheim sei oder bekommt erklärt, daß er doch bitte zuerst privat versuchen solle, ein neues Zuhause für sein Tier zu suchen. Immer häufiger passiert es dann, dass das Tierheimpersonal dazu den Kommentar bekommt "aussetzen wollte ich es ja eigentlich nicht", oder "dann binde ich ihn halt irgendwo an", oder "Ich lass es im Wald raus, kommt es da durch?".
Diese üble Art der Erpressung widerfährt dem Tierheimpersonal jeden Tag. Und es ist nicht leicht damit umzugehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man auf diese Erpressung leider grundsätzlich im Interesse der Tiere eingehen muß, denn jemand, der es nicht ernst meint und einen einigermaßen ordentlichen Charakter hat, sagt so etwas nicht. Wer droht macht auch Ernst.
So wie bei den vier Welpen im Einkaufswagen vor dem Supermarkt. Sie wurden am heiligsten Tag mitten im Supermarkt ausgesetzt von ihren Besitzern keine Spur.
Die Wut und Machtlosigkeit, welche einen bei so einer "dann muss ich es eben aussetzen" Äußerung überkommt, zehrt an den Nerven. Am Telefon geäußert kann es bedeuten, das Leben eines Tieres zu riskieren, denn auch ein letztes "dann bringen Sie es vorbei" hilft manchmal nichts mehr, da der Tierhalter dann wiederum voller Zorn auf stur stellt und sein Tier doch irgendwo anders "entsorgt".

 

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