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Impfungen
Wie schütze ich meinen Hund?
Schutzimpfung - warum?
Staupe
Ansteckende Leberentzündung
Leptospirose
Parvovirose
Tollwut
Zwingerhusten
Grundimmunisierung & Wiederholungsimpfung - Was ist
das?
Wann und wie sollte geimpft werden?
Der Impfpass - wozu dient er?
Mit Hund und Katze ins Ausland - was ist zu beachten?
Schutzimpfung - warum ?
Mit der Anschaffung eines Hundes haben Sie nicht
nur einen verpielten, verschmusten oder aufmerksamen, vielleicht auch
eigenwilligen Hausgenossen erworben, von dem Sie sich zurecht viel Freude
versprechen; Sie haben damit zugleich Fürsorgepflicht und damit Verantwortung
für ein schutzbedürftiges, von Ihnen abhängiges Lebewesen
übernommen.
Dazu gehört neben einer artgerechten Haltung, Ernährung und
Pflege die Abwehr von Gefahren durch häufige Infektionskrankheiten,
denen Ihre Katze wenige Wochen nach der Geburt schutzlos ausgesetzt ist.
Eine rechtzeitige Impfung schützt Ihr Tier und gibt Ihnen Sicherheit
Denn heute gibt es zuverlässige Impfstoffe gegen folgende Infektionskrankheiten
eines Hundes.
Staupe
"Eine gefürchtete Erkrankung mit vielen
Gesichtern."
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist
durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung
mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen-
und Nasenausfluß und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der
Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe
auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen.,
die aber ineinander übergehen können.
Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall
und an starkem Erbrechen.
Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten,
Nasenausfluß und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet.
Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen
und verlieren teilweise sogar das Bewußtsein.
Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich. Die Tiere, die eine
Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden
wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen
Verhaltensstörungen zurück.
Ansteckende Leberentzündung
"Viele Jungtiere überleben diese Krankheit
nicht."
Nicht weniger gefährlich als die Staupe ist die Ansteckende Leberentzündung,
die der Tierarzt Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c. nennt.
Die Ansteckung erfolgt auf gleichem Wege wie bei der Staupe. Auch die
Krankheitssymptome gleichen denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber,
verweigern die Nahrungsaufnahme und leiden an starken Bauchschmerzen.
Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren
Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall,
Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind nervöse
Störungen in diesem Zusammenhang beobachtet worden. Hunde, die die
Krankheit überlebt haben, behalten häufig Trübungen der
Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.
Leptospirose
"Die Erreger dieser lebensbedrohlichen Infektion
lauern auch in Teichen, Tümpeln und Wassergräben."
Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist
auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt.
Die Erreger dieser Erkrankung gehören zu den Bakterien. Verschiedene
Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für
den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere
gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel,
Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium.
Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem
Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren
Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen,
Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.
Parvovirose
"Erbrechen und blutiger Durchfall kennzeichnen
diese tödlich verlaufende Erkrankung."
Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die
durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig
sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können,
wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern
häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen.
Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden
zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch
vornehmlich Magen-Darm- Entzündungen auf. Sie äußern sich
in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall,
der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht,
sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich
zum Tode führt.
Tollwut
"Die Impfung Ihres Hundes schützt auch
Sie."
Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen
- lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren
fast ausschließlich durch den Biß infizierter Füchse
übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität,
Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende
Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen
und Lähmungen führen schließlich zum Tode.
Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biß durch
tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den
Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und
unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen
Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit
einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier vermutet werden
kann. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es
sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.
Zwingerhusten
"Selten tödlich, doch meist folgenschwer."
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., daß mehrere
ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen:
Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das
Parainfluenza-Virus.
Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug.
Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf engem Raum
den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestreßten Hunde stecken
sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind
gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf
Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw.
Augenausfluß und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten
nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand
bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich,
doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung
mehrere Wochen hinziehen.
Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung
- was ist das?
Die Auseinandersetzung des Organismus mit verschiedenen abgeschwächten
oder abgetöteten Erregern anläßlich von Impfungen führt
zur Bildung von Schutzstoffen (sog. Antikörpern). Diese werden mit
der Muttermilch übertragen, so daß die Welpen nach ihrer Geburt
normalerweise auf diese Weise geschützt sind.
Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere
müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe
angeregt werden.
Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen
der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist diese
meist erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren abgeschlossen.
Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen
Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen
werden. Nur so wird gewährleistet, daß Ihr Hund dauerhaft geschützt
ist. Achten Sie deshalb stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen
in Ihrem Impfpaß.
Wann und wie sollte geimpft werden?
Jungtiere werden im allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche
erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie in der Regel
eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen.
Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig. Für
die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die
gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen.
Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet
Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage.
Wichtig ist, daß das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein
muß, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.
Der Impfpass, wozu dient er?
Anläßlich der ersten Impfung oder beim
Kauf eines Tieres erhalten Sie normalerweise einen Impfpaß. Darin
stehen nicht nur alle Daten zu bereits erfolgten Impfungen, sondern auch
persönliche Daten zur Identität Ihres Hundes. Ferner läßt
sich der nächste Impftermin aus diesem Dokument ablesen.
Der Impfpaß wird beim grenzüberschreitenden Verkehr mit Hund
und Katze zum Nachweis der verlangten Schutzimpfungen unbedingt benötigt.
Desweiteren dient er dem Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut,
die im Verdachtsfall das geimpfte Tier gesetzlich weitaus besser stellt
als ein ungeimpftes oder nicht nachweisbar geimpftes Tier. Bewahren Sie
Ihren Impfpaß deshalb sorgfältig auf und legen Sie ihn bei
jeder Wiederholungsimpfung Ihrem Tierarzt vor.
Mit Hund und Katze ins Ausland - Was
ist zu beachten?
In verschiedenen Ländern gelten Vorschriften für die Einfuhr
von Hunden und Katzen. Sie dienen dem Schutz vor Einschleppung von Krankheiten,
insbesondere Tollwut.
Häufig genügt der Nachweis einer gültigen Impfung gegen
Tollwut, für manche Länder sind jedoch zusätzliche Formalitäten
zu beachten. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig vor Antritt Ihrer
Reise. Ihr Tierarzt hält für Sie eine kleine Broschüre
der virbac Tierarzneimittel bereit, in der die Einfuhrbestimmungen der
beliebtesten Reiseländer aufgelistet sind.
Aus: "Wie schütze ich meinen Hund?"
mit freundlicher Genehmigung von virbac Tierarzneimittel
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