Krankheiten bei Hunden

Importierte Krankheiten - "Reisesouvenirs" aus dem Süden
Die Tropenmedizin gewinnt zunehmend auch in der Tiermedizin an Bedeutung, da viele Hunde ihre Besitzer in Länder mit warmem Klima begleiten oder von dort mitgebracht werden. Durch Reisen in südliche Regionen kann es auch bei Hunden zu tropischen Infektionen kommen. Bei den Erregern handelt es sich um winzige Blutparasiten, die durch Fliegen. Mücken oder Zecken übertragen werden und häufig zu chronischen Krankheiten führen.
Wenn Sie eine Auslandsreise mit Ihrem Hund planen, suchen Sie rechtzeitig Ihren Tierarzt auf, der Sie über die Risiken bzw. über Prophylaxemaßnahmen informieren kann.

Hier die wichtigsten Erkrankungen:

Leishmaniose
Die Leishmanien (winzige Geißeltierchen) werden durch Sandfliegen oder über offene Wunden übertragen.
Verbreitungsgebiet: Mittelmeerraum, Nordafrika, Südfrankreich, Norditalien bis Südschweiz
Krankheitsbild: Haarausfall, Abschuppungen und trockene Hautveränderungen, Ekzeme am ganzen Körper, Lymphknotenschwellungen, Fieberschübe, allg. Schwäche, Gewichtsabnahme, Befall der Eingeweide, im Endstadium Anämie
Eine Therapie ist sehr aufwendig und nur im Anfangsstadium erfolgreich. Die Infektion bricht nach mehreren Monaten meist wieder aus, so dass Wiederholungen der Behandlung notwendig werden.
Eine Übertragung dieser Krankheit auf den Menschen ist möglich.

Babesiose
Die Erreger sind winzige Einzeller, die die roten Blutkörperchen befallen und eine Blutarmut erzeugen. Die Übertragung erfolgt durch Zecken.
Verbreitungsgebiet: tropische und subtropische Länder, Mitteleuropa bis Norditalien und Südschweiz, Osterreich, Ungarn
Krankheitsbild: Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Blutarmut, Gelbsucht, dunkel verfärbter Urin
Eine prophylaktische Behandlung ist möglich. Infizierte Hunde sind therapierbar, die Heilungsaussichten sind gut-
Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.

Ehrlichiose
Die Erreger sind winzige Einzeller, die die weißen Blutkörperchen befallen und eine Immunschwäche auslösen. Die Übertragung erfolgt durch Zecken.
Verbreitungsgebiet: tropische und subtropische Länder, Mitteleuropa bis Norditalien und Südschweiz, vereinzelt auch in Deutschland (Flussniederungen) Krankheitsbild: ähnlich dem der Babesiose, aber intensiverer Krankheitsverlauf
Eine Therapie ist möglich.
Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.

Herzwurmkrankheit
Wurm, der in der rechten Herzvorkammer und den Lungenarterien vorkommt und zu erheblichen Herz- und Lungenbeschwerden führt. Die Larven werden von Stechmücken übertragen.
Verbreitungsgebiet: vorwiegend in Sumpfgebieten im südlichen Nordamerika und Mittelamerika, aber auch im Mittelmeerraum
Krankheitsbild: Leistungsabfall, Husten, Herz- und Kreislaufprobleme mit Lungenstau, Atemnot, Leberstörungen, Nierenerkrankungen, Bauchwassersucht.
Eine Therapie ist möglich, ebenso eine vorbeugend schützende Behandlung. Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.

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