Tipps zur Katzenhaltung

Inhalt:
Grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung einer Katze
Unsauberkeit bei Katzen
Wenn Fenster zu Fallen werden
Kastration
Vorsorgemaßnahmen gegen Flohbefall

Katzenjammer muss nicht sein!

Grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung einer Katze

Sind Sie bereit, sich für die nächsten 15 - 20 Jahre an ein Tier zu binden?
Können Sie täglich genügend Zeit für Fütterung, Pflege, Spiel- und Streicheleinheiten aufbringen?
Können Sie die laufenden Kosten für Futter, Impfungen, Entwurmungen, Tierarztbesuche etc. aufbringen?
Falls Sie zur Miete wohnen: erlaubt der Vermieter die Tierhaltung?
Sind Sie eventuell allergisch? Ein häufiger Grund für die Abgabe von Tieren im Tierheim sind Allergieprobleme.
Wer versorgt die Katze, wenn Sie in Urlaub fahren, wegen Krankheit oder aus beruflichen Gründen nicht zu Hause sind?
Wohnen Sie ruhig, abgelegen, so dass Sie einer Katze Freilauf gewähren können oder an einer vielbefahrenen Strasse und kommt daher nur eine Wohnungskatze in Frage?
Sind Sie sich auch wirklich ganz sicher, dass eine Katze das richtige Haustier für Sie ist? So anschmiegsam und zutraulich eine Katze sein kann - wenn ihr gerade danach ist - so eigenwillig zeigt sie sich andererseits. Eine Katze können Sie nicht - wie einen Hund - erziehen, sie wird sich ihrem Menschen nie unterordnen. Katzen sind Individualisten; Sie sollten ihre Eigenarten kennen und achten!

Gerade wenn Sie sich für eine junge Katze interessieren, seien Sie sich bewusst, dass fortan in Ihrer Wohnung nichts mehr vor dem Entdeckerdrang Ihres Stubentigers sicher sein wird. Angefangen von Körben mit frischgewaschener Wäsche, Kleiderschränken, Schubladen und Betten über dekorative Kleinigkeiten wie Blumenvasen, Kerzenständern usw. bis hin zu Gardinen, Sofas und Teppichen. Alles was sich bewegt, kullert oder rollt, wird ihr willkommenes "Forschungsobjekt" sein. Sie sollten es mit Gleichmut ertragen können, wenn Ihr neuer Hausgenosse testet, ob sich nicht auch Tapeten und Sofas zum Krallenschärfen eignen. Über Geschenke Ihrer Katze, wie frisch erlegte Mäuse oder Vögel, sollten sie sich immer freuen, auch wenn Sie Ihnen als besondere Überraschung auf Ihrem Kopfkissen präsentiert.

Sie denken trotz oder gerade wegen all dieser (Un-) Annehmlichkeiten, dass Sie "katzentauglich" sind? Prima, dann steht einem Besuch der Katzenstuben des Tierheims Celle ja nichts mehr im Wege! Bei uns warten ständig ca. 20 Katzen jeden Alters und Geschlechts, jeder Farbe und jedes Temperaments auf ein schönes neues Zuhause, auch Rassekatzen sind keine Seltenheit. Alle Katzen sind geimpft, entwurmt und tätowiert. Bis auf die Welpen sind auch alle - gleich ob Katze oder Kater - kastriert. Nur so kann dem noch immer großen Katzenelend - bedingt durch unkontrollierte Vermehrung - Einhalt geboten werden. Bei Abnahme eines Katzenwelpen verpflichten Sie sich dazu, diesen kastrieren zu lassen, sobald er alt genug ist. Dann erhalten sie 30,00 €, die Sie bei Übernahme zusätzlich bezahlen, zurück.

Bevor Sie eine Katze zu sich nach Hause nehmen, sollte die grundsätzliche Frage "Freigänger oder Wohnungskatze?" geklärt sein. Ideal ist es, wenn Sie einer Katze Freilauf gewähren können. Natürlich muss dazu das passende Umfeld gegeben sein und Sie an einer ruhigen, wenig befahrenen Strasse wohnen, einen Garten haben oder unmittelbar am Feld-/Waldrand wohnen. Eine Katzenklappe an Haus- oder Terrassentür - bei Etagenwohnungen auch eine Katzentreppe oder - leiter - ermöglichen der Katze ungehinderten Ein- und Ausgang. Natürlich bleiben auch in einer ruhigen Wohngegend Risiken, wenn Sie Ihrer Katze Freigang gewähren, aber Katzen, die von klein auf die Freiheit genossen haben, lassen sich nicht in einer Etagenwohnung einsperren.

Eine Katze, die Sie bei sich aufnehmen, sollte auf jeden Fall erst nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 4 Wochen (wenn sie sich wirklich sicher und zu Hause fühlt, bei sehr scheuen Katzen evtl. noch später) das Haus zum ersten Mal verlassen.
Kennt eine Katze von klein auf nur die Wohnungshaltung, kann Sie sich auch ohne Freilauf durchaus wohl fühlen, braucht dann aber besonders viele Spiel- und Streicheleinheiten. Die Wohnung muss genügend Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten, ein Kratzbaum oder -brett sollte nicht fehlen und es sollte noch ein Artgenosse in der Wohnung leben. Denn Katzen sind - abgesehen von Ausnahmen - durchaus keine Einzelgänger sondern wissen sehr wohl, gerade bei ausschließlicher Wohnungshaltung oder wenn ihre Halter berufstätig sind, die Gesellschaft eines oder auch mehrerer Artgenossen zu schätzen. Viele Katzen sind allerdings nach einer Zeit mit der Wohnungshaltung nicht zufrieden und reagieren dann häufig mit Unsauberkeit oder Aggressivität. Dann hilft nur eins: die Katze braucht Freigang - dies ist immer die bessere Lösung!

Junge oder alte Katze?
Eine junge Katze oder gar ein Katzenwelpe sind natürlich verspielter, lebhafter und ungestümer als ein erwachsenes Tier. Da wird dann schon öfter mal eine Gardine erklommen oder ähnliche Abenteuer im Haus gemeistert. Denken Sie nicht, ein junges Tier könnten Sie vielleicht noch erziehen. Erziehen wie einen Hund können Sie eine Katze nicht! Ein wenig "Benimm" kann natürlich auch eine Katze lernen, aber stellen Sie nicht zu hohe Erwartungen. Von Anfang an sollten Sie Ihrer Katze aber einen Namen geben und sie so oft wie möglich mit diesem rufen. Sie wird lernen, darauf zu reagieren, kommen wird sie daraufhin allerdings nur, wenn ihr gerade danach ist.
Bei einem älteren Tier bekommen Sie schon einen fertigen Charakter. Durch Angaben der Vorbesitzer und die Beobachtungen, die das Tierheimpersonal macht, können bei einem erwachsenen Tier meist genaue Angaben zu seinem Charakter gemacht werden.
Alter ist ohnehin bei Katzen eher relativ zu sehen. Bei einer Lebenserwartung von 15 - 20 Jahren ist eine Katze ab 6 Jahren aufwärts noch lange kein Senior! Bedenken Sie dies bitte und fragen Sie bei einem Besuch im Tierheim vielleicht gezielt nach einem älteren Tier, da diese in der Regel schlechtere Vermittlungschancen haben.

Grundausstattung einer katzengerechten Wohnung
Bevor eine Katze zu Ihnen nach Hause kommt, sollten Sie bereits folgende Dinge vorbereitet haben:
die Katzentoilette sollte an einem ruhigen Ort aufgestellt sein.
ausreichend Rückzugs- und Ruheplätze sollten vorhanden sein; Katzen mögen keinen Trubel und sollten stets die Möglichkeit haben, sich an einen ruhigen Ort zurückziehen zu können.
Kamm und Bürste für die Fellpflege sollten vorhanden sein; auch wenn Katzen viel Zeit auf ihre Körperpflege verwenden, brauchen doch vor allem die langhaarigen Katzen Hilfe bei der Fellpflege. Aber auch kurzhaarige Katzen genießen regelmäßige Pflege- und Streicheleinheiten mit einer weichen Bürste.
Spielzeug sollte vorhanden sein, Art und Aussehen sind Ihrem Geschmack und Ihrer Phantasie überlassen (man kann aus Papier, Toilettenpapierrollen, Ü-Eier-Döschen, Kartons etc. wunderbare Spielideen zaubern)
für Tierarztbesuche und andere Fahrten mit dem Auto sollte ein Transportbox angeschafft werden, um die Katze sicher transportieren zu können. Am besten, Sie bringen gleich eine mit, wenn Sie zu uns kommen, um Ihre Traumkatze im Tierheim zu finden.

Ganz wichtig: beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen im Haus: Kippfenster können eine tödliche Gefahr für Katzen darstellen. Spitze, scharfe, giftige (Putzmittel!) und sonstige gefährliche Gegenstände sollten nicht im Haus herumliegen.
Auch Freigänger-Katzen können nicht von Mäusen allein leben, sorgen Sie für das richtige Futter, im Tierheim werden Sie diesbezüglich beraten. Richten Sie Ihrer Katze einen Futterplatz an einer geschützten Stelle ein.
Wichtig: Milch ist kein Nahrungsmittel für Katzen! Im Gegenteil, sie kann schwere Verdauungsstörungen verursachen. Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.
Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht das Tierheimpersonal gerne zur Verfügung.

Noch ein letzter Tipp zum Schluss:
Wer Spaß an schönen Katzenbüchern hat, sollte sich unbedingt die folgenden, wunderbar fotografierten Bildbände von Hans W. Silvester anschauen:
- Wenn Katzen träumen, Verlag Ellert und Richter- Katzensprung, erschienen im gleichen Verlag

Unsauberkeit bei Katzen

Wer Katzen kennt, der weiss die Sauberkeit der Katze zu schätzen. Es kann jedoch auch passieren, das die Katze unsauber ist oder wird. Sollte eine Katze unsauber sein hat das auch immer einen Grund.
Haben Sie sich die Katze erst angeschafft empfiehlt es sich die Katze zuerst nur in einen Raum mit Katzenklo zu setzten. So kann sie ihre neue Umwelt erforschen und weiß dann auch wohin sie gehen muss, wenn sie muss.

Handelt es sich um eine junge Katze kann es sein, dass sie einfach nicht gelernt hat, wo sie ihr "Geschäft" verrichten soll. Sie brauchen hierzu viel Geduld und Liebe. Die Katze sollte nie angeschrien, mit der Nase "hineingetaucht" oder sogar zu geschlagen werden. Dies könnte sogar das Gegenteil des gewünschten Erfolges bewirken, nämlich erst recht Unsauberkeit.
Man sollte die Katze hin und wieder in ihre "Kiste" setzen (besonders nach der "Mahlzeit") und vorsichtig mit ihren Vorderpfoten im Streu scharren.
Ertappen Sie Ihre Katze auf "frischer Tat", so tragen Sie sie nach einem lauten NEIN oder AUS zur Katzentoilette, setzen sie hinein und scharren wieder vorsichtig mit ihren Vorderpfoten.
Sofern sie das "Häufchen" erst später entdecken, ist es sinnlos die Katze im nachhinein zu schimpfen o.ä.. Ihre Katze hat kein "Vergangenheitsempfinden" und wird Sie nicht verstehen.
Macht Ihr Kätzchen dann ins Kistchen müssen Sie Ihren Liebling natürlich loben und belohnen. Das wirkt mehr wie schimpfen oder gar schlagen.

Ist Ihr Liebling geschlechtsreif, kann es wieder passieren, das es zur Unsauberkeit kommt. Meist löst sich dieses Problem nach der Kastration von selbst.

Sollte Ihre Katze nach jahrelanger Sauberkeit scheinbar plötzlich und grundlos unsauber werden, kann das mehrere Ursachen haben. Auch wenn Sie anfänglich keinen Grund sehen, so hat die Unsauberkeit doch immer Ihre Ursache. Sie sollten zusammen mit Ihrer Familie überlegen, woran das liegen kann. Ist die Katze krank (z.B. Durchfall) oder hat sie ein Problem, welches Sie Ihnen mit ihrem "Protest" kund tut? Dieser Protest kann durch jede Veränderung um Umfeld der Katze hervorgerufen werden, so z.B. durch eine Umstellung des Katzenklos oder ein ihr fremdes Einstreu, neuen Putzmitteln in der Wohnung, neue Möbel oder deren Umstellung. Sie sollten überlegen, was sich im Leben der Katze verändert hat. Haben Sie Besuch, gar einen neuen Mitbewohner oder einen Sterbefall. Ist die Katze oft allein? All diese "Kleinigkeiten" (für uns) können schon der Auslöser sein und die Katze versucht es Ihnen mit "Unsauberkeit" mitzuteilen.

[Inhalte mit freundlicher Genehmigung des Tierheims Bamberg]

Wenn Fenster zu Fallen werden

Katzen lieben den Platz in der ersten Reihe. Fenstersims und Balkonbrüstung sind beliebte Freisitze, die besonders in Sommermonaten dank geöffneter Fenster und Balkontürfür Katzen leicht zugänglich sind. Gerade die untrainierte Wohnungskatze neigt aber dazu, ihre Balancier- und Kletterkünste zu überschätzen. Durch einen auffliegenden Vogel abgelenkt, kann sie leicht das Gleichgewicht verlieren und in die Tiefe stürzen.

Jede Katze versucht, sich während des Falls zu drehen und auf den Pfoten zu landen. Diese Stoßdampfung schützt Kopf und Rumpf vor größeren Verletzungen Hohe Verletzungsgefahr droht bei einen Sturz aus großer Höhe, weil der Aufprall durch die Gliedmaßen nicht mehr abgefangen werden kann. Aber auch zu geringe Falldistanzen sind gefährlich Den Katzen bleibt dann keine Zeit, die Pfoten zum Boden hin auszurichten, und der Rumpf prallt ungedämpft auf die Erde.

Die Bilanz solcher Fensterstürze reichen von Prellungen, Zehen- , Bein- und Rippenbrüchen über Schädelverletzungen bis hin zu schweren inneren Verletzungen im Brustraum Sehr häufig bricht der Unterkiefer in Längsrichtung, also in der Symphyse, in er die beiden Seiten des Unterkiefers im Bereich der Schneidezähne verbunden sind. Solche Patienten brauchen umgehend tierärztliche Hiffie. Selbst wenn gestürzte Katzen noch mobil erscheinen, sollten sie genau beobachtet werden. Erkennbare Atembeschwerden oder Blutungen aus dem Maul sind immer ein sicheres Zeichenfür eine dringend erforderliche tierärztliche Behandlung.

Schwere Unfälle dieser Art lassen sich auf einfache Weise vermeiden. Ein gespanntes Netz macht offene Fenster und Balkone katzensicher. Auch für Kippfenster, die ein großes Unfallrisikofür Katzen darstellen, gibt es spezielle Netz oder Gittereinsätze.

Kippfenster können sogar zur tödlichen Katzenfalle werden. Beim Versuch sich durch solche Fensterspalten zu zwängen, bleiben die Katzen häufig stecken. Die Vorderbeine sind dabei außerhalb des Fensters, die Hinterbeine innerhalb, so daß die Tiere sich durch verzweifelte Befreiungsversuche immer mehr im Brust und Bauraum einklemmen. Können die Tiere noch rechtzeitig gerettet werden, sind sie wegen einer hochgradigen Weichteilquetschung oder Rückenmarkskompression oftmals echte Nöffiallpatienten in der tierärztlichen Praxis.
Der schonende und möglichst stressfreie Krankentransport in die Tierarzipraxis ist gerade in diesen Fällen äußerst wichtig. Die küssischen geflochtenen Katzenkörbe in Höhlenform sind dafür jedoch völlig ungeeignet. Wegen der Zugangsöffnung ist ein schmerzfreies Hinein und Herausgeben solcher Patienten nicht möglich.
Vorsorgliche Katzenbesitzer sollten ich für ein Transportbehältnis entscheiden, das sich weit nach oben öffnen lässt, wie zum Beispiel die Gittermetallkörbe, die auch schon von außen einen Blick aufden Patienten zulassen.

Sollten noch Fragen offen sein, wenden Sie sich gern an die Mitarbeiter des Tierheims, diese stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung unter der Tel. Nr. 05141/930930

Kastration

Mehr als 70.000 Katzen werden jährlich ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält und über 500.000 streunend in Wald und Feld abgeschossen oder auf der Straße überfahren.

Dringender Appell an alle Katzenfreunde: Lassen Sie Ihre Katze oder Ihren Kater möglichst noch vor der Geschlechtsreife kastrieren, um diesem Elend wenigstens etwas zu begegnen. Eine Kätzin bringt im Jahr bei zwei Würfen etwa 6 überlebensfähige Junge zur Welt, das sind in 10 Jahren 80 Mill. Nachkommen oder mehr.

Das Tierheim hat nur begrenzte Aufnahmemöglichkeiten für abgegebene Katzen, freilebende lassen sich in liebevolle Hände nur dann vermitteln, wenn sie noch sehr jung sind. Ältere dagegen können sich auch bei bester Betreuung nicht mehr an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnen und sind ängstlich immer nur auf Flucht bedacht.

Das Entfernen der Eierstöcke , bzw. des Hodens unter Narkose durch den Tierarzt ist ungefährlich und von den Tieren schon nach 1 - 3 Tagen vergessen, und der Kater hinterläßt keine Duftmarken an den Wänden oder Gegenständen mehr. Wollen Sie noch ein Übriges tun, dann lassen Sie ihr Tierchen gleichzeitig tätowieren und in das Deutsche Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes (Baumschulenallee 15, 53115 Bonn) eintragen. Sollte es einmal weglaufen, dann kann es so viel leichter an Sie zurückvermittelt werden.

Das Tierheim Celle (Garßener Weg 10, 29229 Celle, Tel. 05141/930930) berät Sie gern auch in sonstigen Fragen der Katzenhaltung.

Vorsorgemaßnahmen gegen Flohbefall

Flöhe sind eine der ältesten und erfolgreichsten Tierarten der Erde. Sie ernähren sich vom Blut der Säugetiere, seien es Hunde, Katzen, Ratten, Kaninchen oder Menschen. Es gibt verschiedene Arten von Flöhen, wie Katzen-, Hunde- oder Menschenflöhe. Da Flöhe Krankheiten beim Menschen übertragen können, ist eine Flohbekämpfung am Haustier auch eine Vorsorgemaßnahme für die menschliche Gesundheit.

Ein befruchtetes Flohweibchen legt im Laufe seines dreiwöchigen Lebens bis zum 2500 Eier. Diese rieseln aus dem Fell des befallenen Tieres und werden so in Wohnung und Garten verteilt. Aus den Eiern schlüpfen nach wenigen Tagen Larven. Sie entwickeln sich über mehrere Häutungen zu Puppen. Diese können jahrelang in einer Art Lauerstellung in Bodenritzen, Teppichböden oder Polstermöbeln überleben. So warten sie auf ein warmblütiges Tier, auf das sie springen können.

Im Fell des Tieres sieht man hauptsächlich den Kot der Flöhe. Es sind kleine schwarze „Krümel“, die in Kontakt mit einem feuchten Tuch braunrot verfärben. Seltener findet man erwachsene Flöhe: Sie sind braun bis schwarz, so groß wie ein Stecknadelkopf und sie krabbeln durchs Fell.

Die Beseitigung von Flöhen erfordert zwei Behandlungsschritte:
1. Die Abtötung von erwachsenen Flöhen auf dem Tier: Sowohl Hunde, als auch Katzen entfloht man am einfachsten mit Tropfen, die alle drei bis vier Wochen in den Nacken auf die Haus gestrichen werden. Darin ziehen sie ein und vernichten die blutsaugenden erwachsenen Flöhe. Tiere aller Altersstufen kann man auch mit einem bestimmten Spray einsprühen, das Flöhe und Zecken abtötet. Das Einsprühen ist aber sehr unbeliebt bei den Tieren.
2. Die Vorbeugung: Befallene Tiere verteilen Floheier unter Umständen im Schlafzimmer und im Bett. Auch im Auto rieseln Floheier aus dem Fell. Mit einem Staubsauger oder einem Dampfreiniger kann man die Puppen zum Schlüpfen bringen und dann aufsaugen. Nun kann man verhindern, dass keine neuen Flöhe entstehen. Durch Medikamente können sie unfruchtbar gemacht werden. Einmal im Monat wird dem Tier eine Tablette oder eine Suspension über das Futter verabreicht, das dafür sorgt, dass keine fruchtbaren Flöhe mehr ausschlüpfen.
Diese Vorsorge ist die wichtigste Vorbeugemaßnahme, die das ganze Jahr hindurch angewandt werden sollte.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

Katzenjammer muss nicht sein!

Verantwortungslose Menschen kümmern sich nicht um ihre Katzen oder setzen sie aus, was gesetzwidrig ist. Die Folge: verwilderte Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen und unter erbärmlichen, tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen müssen.

Eine einzige Kätzin hat nach zwei Jahren über 30 Nachkommen! Katzenwelpen kommen oft schon krank zur Welt, ohne Chance zu überleben.

Hunger, Infektionskrankheiten und massiver Parasitenbefall gehören zum traurigen Alltag freilebender Katzen, die bei vielen Menschen Mitleid und den Wunsch erwecken zu helfen.

Auf der anderen Seite gibt es Bürger, die sich belästigt fühlen und solche, die auf grausame Art die Tiere verletzen oder töten.

Helfen, aber richtig!
Füttern allein ist keine Hilfe, ist zwar oft gut gemeint aber kurzsichtig und Wegbereiter für noch größeres Katzenleid:
Es werden immer mehr Tiere angelockt, die sich "dank" der Fütterung noch besser fortpflanzen können. Territorialaggressionen, die zu Verletzungen und Übertragungen von Krankheiten führen, sind die Folge. Der Stress untereinander wächst ständig, schwächt das Immunsystem und macht krank.

Sinnvolle Hilfe hat zum Ziel, die Population von Katzen, die keinem Besitzer zugeordnet werden können, möglichst überschaubar zu halten.

Füttern, ohne die Katze zu kastrieren, ist tierschutzwidrig!
Da es sich in den allermeisten Fällen um verwilderte Katzen handelt, die große Scheu vor dem Menschen haben, können sie nur mit speziellen Fallen eingefangen werden. Solche Aktionen müssen gut geplant werden! Wünschenswert und sinnvoll ist die Zusammenarbeit von Behörden, dem örtlichen Tierschutzverein, Tierarztpraxen und engagierten Bürgern. Die Fallen müssen regelmäßig, d.h. mehrmals am Tag kontrolliert werden, damit die Tiere möglichst schnell zur Kastration in eine Tierarztpraxis gelangen und wieder freigelassen werden können.

Wichtig ist ein behutsamer Umgang mit den Tieren in den Fallen. Lichtdurchlässige Fallen müssen mit einer Decke abgedeckt werden und sollten vorsichtig transportiert werden, um die Belastung für die eingesperrten Katzen möglichst gering zu halten.

Eine Kennzeichnung durch eine Markierung durch den Tierarzt vermeidet überflüssige Narkosen, falls die Tiere wiederholt in Fallen gehen. Nach Ausschlafen der Narkose werden sie in ihrer gewohnten Umgebung, also am Ort des Einfangens, wieder freigelassen.

Warum Katzen wieder aussetzen?

Die Tiere sind wild und lassen sich nicht zähmen. Sie sind nicht auf den Menschen geprägt und kennen keine Bewegungseinschränkung. Die Haltung im Tierheim bedeutet großes Leiden für diese Katzen und nicht selten sterben sie an Folgen von Stress.


Sie bemerken eine Katze in ihrem Garten.....

Was ist zu tun?
Bitte nicht füttern! Denken Sie daran, dass auch viele gut versorgte Hauskatzen Freigang haben und unterschiedlich große Reviere für ihre Streifzüge nutzen. Würden Sie solch eine Katze anfüttern, käme sie regelmäßig, und die Futterquelle würde außerdem noch weitere Tiere, auch ungebetene, anlocken, und schon hätten Sie ein Problem.

Sie haben die Katze schon häufiger gesehen, und sie lässt sich anfassen. Vielleicht ist sie entlaufen, und es handelt sich um ein Fundtier, das Sie beim Fundbüro oder in diesem Fall beim örtlichen Tierschutzverein, der für die Behörde die Unterbringung und Versorgung des Tieres übernimmt, melden können.
Hat die Katze eine Kennzeichnung (Chip oder Tätowierung) und ist in einem Haustierregister registriert, wird der Besitzer schnell gefunden. Bis dahin steht sie unter Obhut der Behörde.

Übrigens .......
Menschen, die regelmäßig fremde Katzen füttern, werden zu Tierhaltern mit allen Verpflichtungen, die das Tierschutzgesetz vorschreibt. Sie sind zuständig für artgemäße Pflege, Ernährung, verhaltensgerechte Unterbringung und Kontrolle der Fortpflanzung!

Zu guter Letzt .......

..........noch ein paar Worte an alle Katzenbesitzer und solche, die es werden möchten.

Denken Sie daran, wenn Sie ein Kätzchen anschaffen, übernehmen Sie für die nächsten ca. 15 bis 18 Jahre eine Verantwortung für Ernährung, artgerechte Haltung und Gesundheitsvorsorge (Impfungen, Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel) dieses Lebewesen.

Denken Sie auch zusätzlich an die Kosten, wenn Ihr Tier krank wird.

Stellen Sie die Versorgung Ihrer Katze sicher, wenn Sie Urlaub machen.

Bieten Sie Ihrer Katze möglichst nicht draußen Futter an, damit keine fremden Tiere angelockt werden.

Zu empfehlen für Katzen mit Freigang sind Katzenklappen mit Magnetvorrichtung, so dass nur die eigene Katze, die ein entsprechendes Halsband trägt, ins Haus gelangen kann.

Diese Maßnahmen sind die allerbeste Möglichkeit, Katzenleid zu verringern und somit die effektivste Art von praktiziertem Tierschutz!

erstellt 2002, www.gemini-sites.de